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Aktuell

Das Städtchen als grosse Bühne

Auf die BesucherInnen des nordArt-Theaterfestivals in Stein am Rhein wartet erneut ein reichhaltiges Programm

Mit einer kleinen Überraschung wartete Andreas Furger (rechts) vom Förderverein des nordArt-Theaterfestivals auf. Er bedankte sich bei Simon Gisler und Katja Baumann von der Festivalleitung für ihren langjährigen Einsatz.

(uj) «Es war eine Herausforderung für das Team», lobte Simon Gisler von der Festivalleitung als erstes die Techniker, die in der herrschenden Hitze «gekrampft und gelitten» und grosse Arbeit geleistet hatten. Sie ermöglichten, dass das nordArt-Theaterfestival zum 18. Mal in Stein am Rhein mit vielen Höhepunkten aufwarten kann. «Wir konnten wunderbare Künstlerinnen und Künstler engagieren», versprach Gisler den zahlreichen Besuchenden in seiner Eröffnungsrede, unter ihnen auch Regierungspräsidentin Cornelia Stamm Hurter.

Zeichen von Kontinuität und Herzblut
Es gebe Anlässe, auf die freue man sich schon im Voraus, begrüsste Stadtpräsidentin Corinne Ullmann die Anwesenden. Das sei das Theaterfestival, das das Städtchen in eine grosse Bühne verwandle und Gassen und Plätze mit Leben und Kreativität erfülle. Sie lobte das verbindende von Geschichte und Gegenwart, die das Festival schafft. Sie betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, dass das Festival nun schon zum 18. Mal stattfinde. «Das ist ein Zeichen von Kontinuität, Qualität und ganz viel Herzblut aller Beteiligten». Sie stellte in ihrer Rede auch fest, dass sich das Festival weit über die Steiner Grenzen hinaus einen Namen geschaffen habe. Das bringe viel Publikum ins Städtchen. «Das macht uns stolz und zeigt, dass grosse Kultur nicht nur in grossen Städten zu Hause ist», so Ullmann. Es brauche Mut, Kreativität und lebendige Ideen, um Theater zu machen. Und ein Publikum, das bereit sei, sich überraschen zu lassen. «Ich bin sicher, das erwartet uns in den nächsten Tagen», schloss sie. Sie übergab das Wort an Serge Honegger, Leiter Fachstelle Kultur Kanton Schaffhausen. Er setzte mit dem Satz ein: «Im Theater arbeitet das Publikum». Nur dessen Rezeption vervollständige das Kunstwerk. Er betonte, dass alle freiwillig hier seien. Gerade diese Freiheit im Betrachten vollende das Kunstwerk und gebe ihm seinen eigentlichen Sinn. Honegger bedankte sich aber auch bei allen Beteiligten, den Schauspielern auf der Bühne, den Helferinnen hinter der Bühne. «Mich beeindruckt in Stein am Rhein immer wieder die grosse Zahl der Freiwilligen», lobte er deren Einsatz. Auf seine Frage, welches Thema das Festivalteam am meisten beschäftige, habe ihm Katja Baumann von der Festivalleitung geantwortet: «Für uns wird immer deutlicher, dass es die Live-Kultur braucht als Gegenpol zur KI». Gerade in einer Zeit, in der die künstliche Intelligenz immer mehr Arbeit abnehmen könne, gewinne der Live-Moment an Bedeutung, folgerte Honegger und wünschte allen viel Freude bei der «Arbeit» am heutigen Abend.

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